Martin Schmid kandidiert

Bild: Petra Reischl-Zehentbauer

Seit 32 Jahren lebt Martin Schmid mit seiner Familie in Neubeuern, kennt die Geschichte der Marktgemeinde. 2014 wählten die Neubeurer das Mitglied der „Beurer Bürgernähe“ in den Gemeinderat, er wurde außerdem stellvertretender Bürgermeister. Aufgrund des krankheitsbedingten Ausfalls von Hans Nowak führt er seit Dezember 2018 die Geschäfte der Marktgemeinde.

Zimmermeister, Bauleiter und Betriebswirt

Dabei kommt ihm seine berufliche Erfahrung zugute. Denn als Zimmermeister, Bauleiter im Zementwerk Rohrdorf und 23 Berufsjahren im öffentlichen Dienst in Rosenheim, Brannenburg und Tegernsee, zudem als Betriebswirt, kennt er sich im Bau, der Betriebsführung und der Verwaltung aus. Gerade jetzt, zu einem Zeitpunkt, an dem Wohnungsbaumaßnahmen und öffentliche Gebäudesanierungen das Ortsbild prägen sollen, empfindet Schmid seinen beruflichen Hintergrund als Vorteil.

Der Blick auf bevorstehende Veränderungen im Inntal bewog Schmid vor zwei Jahren, das Bürgerforum Inntal zu gründen und dessen Vorsitz zu übernehmen. Im Verein engagiert er sich gegen die Natur, Landschaft und Tourismus zerstörenden Auswirkungen des Brenner-Nordzulaufs.

Neben der befürchteten Bahntrasse ist auch der Schwerlastverkehr durch Neubeuern ein zu lösendes Problem. Lastwagen auf der Staatsstraße will Schmid einbremsen, ein Nachtfahrverbot und Tempolimit auf der mautsparenden Ausweichstrecke erwirken.

Für die neubeurer Schule, will er versuchen die Schulabschlussmöglichkeiten aufzuwerten. Die räumlichen Vorgaben sind in der Verbundschule vorhanden, zeitaufwendige Wege in Nachbargemeinden können wir den Schülern ersparen. In gewohnter Umgebung kann der Bildungsstandard erhöht und damit der Werdegang unserer jungen Bürger optimiert werden“, erklärt der Bürgermeisterkandidat.

Für eine ausreichende Mobilität von Jugendlichen und Senioren ist es nötig, so Schmid, die Nahverkehrstaktung zu verbessern und einen ehrenamtlich geführten Fahrdienst einzurichten, der zusätzlich zu den öffentlichen Angeboten einen kostengünstigen und sicheren Weg von und in die Gemeinde gewährleistet.

Bebauungspläne individuell anpassen

Außerdem strebt Schmid eine individuell auf die Ansprüche zugeschnittene Änderung der Bebauungspläne an, damit zum Beispiel junge Neubeurer im Elternhaus eine Wohnung mit Fördermitteln finanzieren können.

„Familienfreundlichkeit bedeutet für mich eine generationsübergreifende Aufgabe, die bei einem guten Kinderbetreuungsangebot beginnt, aber auch die engagierte Seniorenarbeit umfasst. Beispielhaft ist die Arbeit des „Christlichen Sozialwerkes“, die es Senioren ermöglicht, lange in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben. In der Rauwöhrstraße entsteht ab dem nächsten Jahr eine Seniorenwohnanlage mit 18 Tagesbetreuungsplätzen“, so Schmid.

Die Marktgemeinde hat vor zwei Jahren begonnen, die langfristig vereinbarten Kredite abzubauen. Die Gewerbesteuereinnahmen sind gestiegen. Beschlossene und begonnene Baumaßnahmen werden umgesetzt mit der Vorgabe, einen vernünftigen Kostenrahmen einzuhalten. Neue Projekte dürfen nach Auffassung von Schmid künftig nur begonnen werden, wenn im Haushalt Rücklagen dafür gebildet wurden. „Neubeuern nachhaltig zu entwickeln ist kein bürokratischer Verwaltungsakt, sondern eine bürgernahe Zielvorgabe, in der Projekte gemeinsam erarbeitet und umgesetzt werden müssen, zum Wohle aller Bürger“, so Schmids Leitmotiv.

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